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Die Bahnlärm-Regionale (pdf)

 

Die Fluglärm-Regionale
für Hessen
(pdf)
(Adaptionen für andere Gebiete auf Anfrage)

 

Alas, my love (pdf)

 

Die lieben Vögelein
(
powerpoint-präsentation)

 

Mein süßer kleiner Lotse (mp3) (pdf)

 

Flüge in die Nacht:
Gruselballade (mp3) (pdf)
mit einem tief verbundenen Dank an Theodor Fontane

 

 

 

Rechte:

Das unkommerzielle Vortragen der hier zum Download bereitstehenden Liedtexte live durch Demoteilnehmer zum Zwecke der Forderung nach Geräuschminderung im Rhein-Main-Gebiet oder an anderen bahn- bzw. fluglärmgestraften Orten ist jederzeit ohne besondere Genehmigung oder Entrichtung von Lizenzgebühren gestattet.

Kommerzielle Aufführungen, Abdrucke, Einspielungen, Übertragungen oder sonstige Verwendungen jeder Art bedürfen der ausdrücklichen schriftlichen Vereinbarung mit dem Rechte-Inhaber Joe Gaenswijn.

 

 

 

Treppe abwärts  (17.3.2011)

 

Als die Flieger kamen,
uns pausenlos zudröhnten,
da fühlten wir: jetzt ist Krieg!
doch der Ministerpräsident meinte:
das ist doch nur kaum Lärm um meins.

 

 

Ganz unverhofft  (11.6.2011)

 

Turbinen heulen mich
am frühen Morgen aus dem Schlaf.
Schwarze Galle sammelt sich
am Schreibtisch.
Auf der Hauswand gegenüber,
ganz unverhofft,
Morgensonne.

 

 

Taktlos  (23.12.2011)

 

Wenn in drei minuten intervallen
düsenturbinen den tag zerdröhnen
und die politiker, einer wie der andere,
die zeit dazwischen
mit hohlen phrasen füllen und
dir diese zeit auch noch stehlen,
dann weißt du, was das heißt:
immer schön im gleichen alten takt.
Aber wenn dein Ministerpräsident dir schreibt,
dass jetzt er sein Möglichstes tun wird,
prüfen zu lassen, ob es ihm gesetzlich möglich sei,
den Lärm abzustellen,
indem er zugunsten der Lärmenden Klage einreicht,
und das einen tag vor weihnachten,
wo sogar das finanzamt noch weiß
was das wort weihnachtsfriede bedeutet,
dann weißt du,
jetzt werden sie taktlos.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

haiku  (9.1.2012)

 

Wo geflogen wird
auf Lärm komm raus,
graut jeder Morgen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hoffnung  (16.1.2012)

 

Drachen fauchen über Frauenstein -
es klingt, als ob der Himmel brennt
wenn Gasturbinen röhren
beim Überflug im Drei-Minuten-Takt.
Ich frag Euch: muss - das - sein?

 

Fluglobbyisten lügen für den Sieg
und Arbeitsplätze wachsen wie im Krieg
und Menschen schreien unterm Lärmbombardement.

 

Wie tot muss Eure Psyche sein?
Wie tot die Fähigkeit zu fühlen?
dass Ihr das Stöhnen ignoriert im Land,
dass Ihr nur Wirtschaftswachstum habt
zum Unterpfand
als Krebsgeschwür, das sicher kollabiert,
weil Industriefaschismus es gebiert.

 

Die Erdenhölle zeigt Ihr mir
aus Angst vor Arbeitslosigkeit
seid ihr auf blinder Pilgerfahrt
zu einem Ziel, das gar nicht existiert:
denn Gier gibt niemals Sicherheit -
nicht einmal dann, wenn sie regiert.

 

Ob Kopf im Sand, oder zurückgeworf'nen Hauptes
als Tänzer auf dem rauchenden Vulkan;
So viele glauben, 's müsst so sein,
weil sie nichts andres sehn.
Ich wünsch' mir,
ja ich wünsch's mir sehr, mehr
Menschen mit Verantwortungsgefühl,
die mehr als schmalspurvordenken,
bevor sie weitergehn.

 

Arbeit um jeden Preis?
Welch traurige Vision:
Freiheit in einem Land
in dem die Fenster fest geschlossen?
Ich bitte Euch – lasst ab davon.

 

Drum hebt das Haupt
und schaut Euch an,
und uns,
und all die Möglichkeiten
die es hier gäbe, wenn wir nicht
zulassen würden, dass die Ängste uns regieren.

 

Tritt ein für lebenswerte Zukunft
und nicht für Arbeit in der Hölle.
Jenseits der ausgetret'nen Stege
finden wir neue Perspektiven
und neue Wege.

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn zwei sich streiten ..(19.1.2012)

 

Wenn Flughafenarbeiter
Arbeit verlieren
bei einem Nachtflugverbot
und Flughafenanwohner
Ruhe verlieren
bei keinem Nachtflugverbot
wer gewinnt dann eigentlich,
wenn die zwei sich streiten?

 

 

Jeden Tag  (28.1.2012)

 

Jeden Tag: Fluglärm

Stress, Druck, und Fehler gemacht.

Aber doch: Hoffnung.

 

 

Montagsdemo  (6.2.2012)

 

Leise, leise auf die Reise
sang einst Sandmann seine Weise.
Lang ist's her, der Kinder Träume
sind, wie Kelsterbacher Bäume,
nur noch Ahnung guter Tage,
drum steh ich heut hier und klage.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aschermittwoch  (22.2.2012)

 

Wie man mit Gottes Hilf’ es richte,
das lehrt uns, glaubt es, die Geschichte:

 

Kennt jemand noch den Fritz von Staufen?
Der hat Europa noch erlaufen, und
vielleicht lags daran, dass er Zeit
zum Denken hatte noch bereit.

 

Denn anno zwölfhundertunddreißig
befahl der Fritz Gesetze fleißig:
sein Oberhofjustiziar
verfasste ihm ein Büchlein gar:
er schrieb mit kaiserlichem Wollen,
dass alle göttlich fühlen sollen
gesunde Luft, gesundes Wasser
so wie erschaffen vom Verfasser;
und wer’s trotz allem dann versaut
ein Jahr in Ketten wurd’ verstaut.  )*

 

Seither wurd' der Gesetze Kraft
so nach und nach dahingerafft.
Justizia hält schief die Waage
und uns gerät das sehr zur Plage:
Rasen laut mähen ist verboten
doch Fluglärm, der kriegt keine Noten!

 

Achthundert Jahre später nun
haben wir also viel zu tun
nicht nur, dass nachts die Ruhe fehlt
auch in der Schule Fluglärm quält
wer rechnen lernen will beizeiten
dem müssen Eltern Ruh' erstreiten.

 

Drum sag ich Euch, Ihr bunten Narren
spannt Euch bloß nicht vor jeden Karren
Kein Geld hilft dir, liegst Du im Grab
drum wähl’, was lärmt, bloß endlich ab.

 

 

 

 

 

 

 

)*
„... wir sind gewillt, die durch göttlichen Ratschluss gewährte Gesundheit der Luft ... und der Gewässer zu erhalten... Wer sie verunreinigt, soll zu einem Jahr Zwangsarbeit in Ketten verurteilt werden.“

aus den „Konstitutionen von Melfi“
(liber augustalis), A.D. 1230

verfasst durch den kaiserlichen Oberhofjustiziar Peter von Vinea,
nach Vorgaben seines kaiserlichen Fürsten Friedrich II. von Staufen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ein schlaf lied  (11.3.2012)

 

Ein Flugzeug dröhnt
es kommt die Nacht
ich schlafe süß und selig ein
denn in Gedanken hab ich fein
und mit Gewalt meinen Minister-
präsidenten umgebracht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Träumerei  (8.6.2012)

 

Wolkenfantasien ‑
im Blau
Schusskanäle
dunstig, fantasiezerrissen
roter Staub
im Blau

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

landfriedensbruch  (24.9.2012)

 

Dosenbuchstaben
empört auf’s Plakat gesprüht
hinter mir: Blaulicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kellermäuschens Limerick  (25.2.2013)

 

Aus manchem Keller rheingauweit
gärt’s: „Mich schert Fluglärm nicht, ihr Leut!
Für Umsatz mit Fraporten ‑
da würde ich glatt morden!“
(und sei's uns're Gesundheit).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

pharma future  (6.10.2013)

 

Ein Rentnerpaar zog nach Eltville,

sie schätzten vor allem die Stille.

Doch per Flugzeug und Bahn

kam der Lärm auch noch an ‑

jetzt schlafen sie wieder mit Pille.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

nietzsche reloaded  (26.11.2013)

 

Fluglärmdemo
Für die Stille
Trommeln.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

solidarisch  (18.6.2014)

 

Sogar die Wolken
über dem Freibad
spucken sie aus
die Düsenflieger.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Atempause  (12.5.2015)

 

Nach den Flugzeugen
die Wolken wieder still
zerfurcht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Der Wallufkrimi: Das Lese-Geschenk mit Hintergrund.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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